„Umdenken erfordert Zeit“

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(vom 15.08.2017)

TWS resümiert Stromabgabe an Ladestationen und den Verkauf von Erdgas als Treibstoff – Klimaschutz im Blick

RAVENSBURG. In Sachen Elektromobilität bewegt sich etwas in Deutschland. Das belegen auch die aktuellen Daten der Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS): An den drei Ladestationen, die das Unternehmen in Ravensburg und Weingarten betreibt, wurden zwischen Januar und Juni dieses Jahres rund 37.800 Kilowattstunden Ökostrom in Fahrzeugakkus übertragen. Das ist deutlich mehr als die 22.000 Kilowattstunden des gesamten Vorjahres. „Das Umdenken hinsichtlich der alternativen Antriebe findet tatsächlich statt. Aber es braucht auch Zeit, schließlich will die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs gut überlegt sein“, stellt Ellen Poot, Produktmanagerin Mobilität der TWS, fest. Die deutliche Zunahme des abgegebenen Ladestroms führt sie auf mehrere Faktoren zurück: Das Förderprogramm der Bundesregierung für Elektroautos zieht seit Frühjahr steigende Absatzzahlen nach sich, auch weil zunehmend interessante Fahrzeugmodelle auf den Markt kommen. Außerdem schreitet der Ausbau der Ladeinfrastruktur weiter voran. Die TWS engagiert sich hier mit drei öffentlich zugänglichen Stromladestationen in zentraler Lage: in Ravensburg am Bahnhof und in der Marktstraße sowie in Weingartens Gablerstraße. Alle besitzen auch Schnell-Ladepunkte, über die ein Akku in rund 30 Minuten einen großen Teil seiner Kapazität erneuert.

Einfach anmelden und abrechnen

Eine gute Verfügbarkeit und Zugangsmöglichkeit von öffentlichen Ladestationen mit einfachem Bezahlsystem sei eine weitere Voraussetzung für die Verbreitung der Elektromobilität. Das ist auch der Grund, warum sich das Ravensburger Energieunternehmen dem Stadtwerke-Verbund ladenetz.de angeschlossen hat. Damit können E-Mobilisten mit der Ladekarte ihres Heimatstadtwerks auf ein Netz von über 10.000 Ladepunkten in Deutschland und Europa zugreifen. Die meisten Ladevorgänge laufen bei der TWS über diese Lösung. Darüber hinaus sind die TWS-Ladestationen barrierefrei, so dass sie auch ad hoc ohne eine Ladekarte benutzt werden können. Zudem bietet das Unternehmen private Lademöglichkeiten über eine sogenannte Wallbox für Unternehmen und Privatleute an – zum Beispiel als Erweiterung einer eigenen Solaranlage. „Hier sehen wir uns als Dienstleister für schlüssige Systeme, die auf den Bedarf der jeweiligen Nutzer abgestimmt ist“, berichtet Ellen Poot.

Erdgas kann klimaneutral

Unter dem Stichwort alternative Antriebe laufen auch Fahrzeuge, die Erdgas nutzen. Zwei öffentliche Zapfsäulen beliefert die TWS in Ravensburg: eine bei der Firma Schindele im Schlegelwinkel und eine an der Aral-Tankstelle in der Jahnstraße. Rund 10,45 Millionen Kilowattstunden Energie setzte die TWS 2016 dort in Form von Erdgas für Antriebszwecke ab. Seit diesem Frühjahr gibt es dort ausschließlich Bio-Erdgas für den Fahrzeugtank. „Hauptrolle in diesem Treibstoff-Segment spielen Busse und Fahrzeuge aus Unternehmensflotten“, berichtet Ellen Poot. Auch die TWS nutzt Erdgas für ihren Fuhrpark, der durch Elektrofahrzeuge und E-Bikes für die Mitarbeitenden bei innerstädtischen Erledigungen ergänzt wird. Klimaneutral unterwegs zu sein, ist der TWS schon seit Jahren ein großes Anliegen. „Hier übernehmen wir gerne eine Vorreiterrolle. Aktuell sind laut Kraftfahrtbundesamt gerade mal zwei Prozent des deutschen Fahrzeugbestands mit alternativen Antrieben ausgestattet. Da gibt es noch viel zu tun“, sagt Ellen Poot. Unter dem Begriff alternative Antriebe fasst das Kraftfahrtbundesamt Elektroautos, Hybrid-Fahrzeuge sowie Autos mit allen Arten des Gasantriebs zusammen.

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