TWS plant nachhaltigen Neubau

0

(vom 07.11.2019)

Architektenwettbewerb entschieden: Jury prämiert sechs Entwürfe

Interessante Ideen und spannende Ansichten brachte ein Architektenwettbewerb für den künftigen Neubau der Technischen Werke Schussental (TWS) in der Ravensburger Bahnstadt. Die Jury hatte gestern (6. November) die Qual der Wahl: Aus 24 eingereichten Entwürfen wählte sie vier Preisträger aus und vergab zwei Anerkennungen. „Der Architektenwettbewerb war uns wichtig, denn wir wollen einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Areals zwischen Bahnhof und Innenstadt leisten – dabei legen wir einen hohen Maßstab in Sachen Nachhaltigkeit“, hält Helmut Hertle, Geschäftsführer der TWS Netz GmbH, fest. Die Jury war mit Fachleuten besetzt: Neun Experten für Architektur und nachhaltiges Bauen sowie Verantwortlichen von Bauherr und der TWS-Anteilseignerkommunen, die den lokalen Blickwinkel einnehmen.
Ausgelobt hatte das Unternehmen den Wettbewerb europaweit im Juni dieses Jahres. Neben ansprechender Architektur waren auch eine ganze Reihe weiterer Vorgaben zu erfüllen: Denn Zukunftsorientierung und Ressourcenschonung stehen für die TWS im Zentrum. Das neue Gebäude in der Georgstraße soll von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert werden und mindestens deren Standard „Gold“ entsprechen. Die Fachgesellschaft bietet ein eigenes Bewertungssystem in sechs thematischen Feldern, die unter anderem Aspekte wie die ökologische Qualität des Bauprojektes, dessen Lebenszykluskosten, die funktionale Qualität des Gebäudes sowie dessen Auswirkungen auf die Standortqualität konkret behandeln.

Näher an Kunden

Der Neubau, für den die TWS rund 10 Millionen Euro einplant, wird auf dem Grundstück Georgstraße 25 in Ravensburg entstehen. Notwendig wird der Bau, weil es im benachbarten Verwaltungsgebäude der TWS inzwischen zu eng geworden ist. Gemeinsam mit dem denkmalgeschützten Gebäude Georgstraße 27 soll die künftige Bebauung auf dem Areal ein Ensemble bilden. Im Neubau plant die TWS neben hochflexiblen und modernen Arbeitsplätzen für rund 85 Mitarbeitende ein eigenständiges Kundenzentrum mit separatem Zugang von der Ecke Georgstraße – Schussenstraße her. „Damit sind wir nahe an der Innenstadt und bei unseren Kunden. Auch an Bahn und Bus sind wir hervorragend angebunden“, schildert Helmut Hertle.

Hohes Sicherheitsniveau – nachhaltige Umsetzung

Das neue Rechenzentrum und eine eigenständige Leitstelle werden in einem besonders gesicherten Teil des Neubaus eingerichtet. Von dort aus wird die TWS Netz dann künftig die Strom-, Gas- und Trinkwasserversorgung überwachen und steuern, dazu zentrale Wärmeversorgungen, die Straßenbeleuchtung und Teile der Ravensburger Parkhäuser. Schon heute ist die Netzgesellschaft nach den strengen Anforderungen des internationalen Standards ISO/IEC 27001:2013 und des IT-Sicherheitskatalogs nach EnWG §11 Absatz 1a, beides anerkannte Standards für Informationssicherheit, zertifiziert. Als Betreiber sensibler Infrastrukturen legte die TWS Netz auch in den Auslobungsunterlagen des Architektenwettbewerbs besonderes Augenmerk auf die richtigen baulichen Voraussetzungen für Rechenzentrum und Leitstelle. Während die Kriterien für die teilnehmenden Büros in dieser Kategorie besonders streng waren, waren die Freiheiten bei den Aspekten Gestaltung und Nachhaltigkeit größer.

Nächste Schritte

Die Jury hat empfohlen, mit dem Siegerentwurf des Architekturbüros Josef Prinz aus Ravensburg in die Detailplanung zu gehen. Die Entscheidung treffen die Verantwortlichen des Unternehmens bis Anfang 2020. Der weitere Zeitplan sieht den Bauantrag im Herbst 2020 vor, den Baubeginn dann Anfang 2021. Der Einzug ist Ende 2022 geplant. Dem Bauvorhaben vorgeschaltet wird der Abriss des bisherigen Gebäudes Georgstraße 25 und die Sanierung der darunterliegenden Altlasten aus dem vorigen Jahrhundert. Doch zuvor lädt die TWS die Öffentlichkeit nochmals in die Georgstraße 25 ein: Sie stellt die insgesamt 24 eingereichten Architektenentwürfe aus dem Wettbewerb bis einschließlich 27. November aus. Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag jeweils zwischen 8:00 und 17:00 Uhr frei zugänglich. „Nachhaltiges Planen und Bauen ist eine spannende Sache. Wir freuen uns über Besucher und das Interesse der Bürger. Denn wir sind für die Menschen im Schussental da – auch mit und im neuen Gebäude“, hält Helmut Hertle fest.

Diese Entwürfe wurden prämiert:

Preisträger: Josef Prinz Architekturbüro aus Ravensburg
Preisträger: Hermann Kaufmann/Querformat aus Schwarzach/Dornbirn
Preisträger: Harris & Kurrle Architekten aus Stuttgart
Preisträger: LRO Lederer + Ragnarsdòttir + Oei Architekten aus Stuttgart
 

An folgende Teilnehmer wurden Anerkennungspreise vergeben:

Günter Hermann Architekten aus Stuttgart 
Cukrowicz Nachbaur Architekten aus Bregenz

 

Gemeinsam mit dem bestehenden Verwaltungsgebäude und dem denkmal-geschützten Gebäude Georgstraße 27 soll die künftige Bebauung auf dem Areal ein Ensemble bilden.
Josef Prinz (zweiter von rechts) und Corinna Oswald beide vom Architekturbü-ro Prinz aus Ravensburg stellten heute (7. November) ihren Entwurf für den künftigen Neubau der TWS im Rahmen eines Pressegesprächs vor. Der Jury gehörten unter anderem Nicolas Werckshagen, Fachbereichsleiter Planen & Bauen der Stadt Weingarten (rechts) und TWS-Geschäftsführer Helmut Hertle (Bildmitte) an. Projektleiter für den Architektenwettbewerb ist André Schute (links) von der TWS.
zurück

Technische Werke Schussental 

Wir sind ein ökologisch orientiertes und regional verwurzeltes Unternehmen, das sich seit 2001 um die Versorgung der Bürger in der Region mit Strom, Gas, Wasser und Wärme kümmert. Entstanden sind wir aus einer Fusion der Stadtwerke Ravensburg und Weingarten. Unser Herz schlägt grün – und deshalb bieten wir nur Produkte aus regenerativen und erneuerbaren Energiequellen an. So tragen wir zur Vermeidung von CO2 bei und tun aktiv etwas für den Klimaschutz. Wir sind überzeugt davon, dass wir das Richtige tun. Deshalb engagieren wir uns auch sozial und kulturell und stärken damit unser schönes Oberschwaben. Denn etwa 21 Cent von jedem Euro, den unsere Kunden für Energie und Wasser ausgeben, bleiben in der Region. Mit neuen Geschäftsfeldern wie z.B. der Mobilität entwickeln wir uns stetig weiter und treiben dadurch die Energiewende voran. 

Störungsmeldung:
0800 804-2000
(täglich 0-24 Uhr)

Zentrale:
0751 804-0

Kundencenter:
0751 804-4980

Rechnungsservice:
0751 804-4990

Vertrieb Geschäftskunden:
0751 804-4170

Vertrieb Wärme & Kälte:
0751 804-2285

Kommunale Dienstleistungen:
0751 804-1130

Presse:
0751 804-4125