Laden an der Laterne

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(vom 03.04.2019)

Erste Straßenlaterne mit Anschluss für E-Fahrzeuge in Ravensburg – TWS baut Ladeinfrastruktur weiter aus

Die Adresse Charlottenstraße 27 sollten sich Elektromobilisten ab sofort merken: Dort haben gestern (31. März) Ravensburgs Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp, Sozialminister Manfred Lucha und Dr. Andreas Thiel-Böhm, Geschäftsführer der Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS), die erste Ladestation an einer Straßenlaterne in Ravensburg eingeweiht. „Diese Variante der Ladestation für Elektrofahrzeuge ist zukunftsweisend: Sie fügt sich nahtlos ins Stadtbild ein und beansprucht keinen zusätzlichen Platz“, freut sich das Stadtoberhaupt. Möglich macht dies eine innovative Technologie, die ein Berliner Start-up-Unternehmen entwickelt hat. „Laterne und Stromtankstelle teilen sich eine elektrische Zuleitung. Das hat uns gereizt, denn so nutzen wir vorhandene Infrastruktur mehrfach – auch das ist ein Element des nachhaltigen Handelns“, erklärte Andreas Thiel-Böhm. Die TWS engagiert sich mit diesem Leitgedanken in vielen Bereichen; für die nächsten Jahre hat sich das kommunal verankerte Versorgungsunternehmen den zügigen Ausbau der Ladeinfrastruktur zum Ziel gesetzt. Das Laternen-Laden ist ein Ansatz für neue Mobilitätslösungen in der Region, für die sich die TWS gemeinsam mit den Städten Ravensburg und Weingarten sowie den Umlandkommunen einsetzt. Am Pilotstandort in der Charlottenstraße sammelt das Unternehmen nun Erfahrungen mit der eingesetzten Technik und den Parkzeiten, aber auch zur Akzeptanz bei Nutzern und Anwohnern.

Ganz einfach laden und abrechnen

Mit einer Leistung von 11 Kilowatt können ab sofort Elektromobilisten in der Charlottenstraße den Fahrzeug-Akku laden. Die Parkbucht am Rande der Innenstadt steht dazu bis zu vier Stunden kostenfrei zur Verfügung, nachts darf das E-Auto von Anwohnern auch länger bleiben. Der in den Speicher übertragene Strom wird wie gewohnt in Kilowattstunden abgerechnet: Dies geschieht entweder ad hoc über einen QR-Code oder mit der twsEmobil-Ladekarte der TWS, die deutschlandweit Zugang zu rund 2.000 Stromtankstellen bietet. Das funktioniert an allen Ladestationen der TWS gleich, denn das Unternehmen hat auch seine bisherigen Stromtankstellen in der Ravensburger Marktstraße, auf dem Bahnhofplatz sowie in der Weingartener Gablerstraße zu Jahresbeginn mit der gleichen Technik ausgerüstet.

Ausbau unterstützt Verkehrswende

„Aktuell bereiten wir die Einrichtung weiterer drei Lade-Laternen in Ravensburg vor, auch in Weingarten sollen zwei folgen“, informierte Ellen Poot, Produktmanagerin Mobilität der TWS, die das Projekt federführend betreut. Die Weichen für diese Art des Stromtankens hat das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr gestellt: Im August übernahm die TWS Netz die Zuleitungskabel für die Straßenbeleuchtung von den beiden Kommunen. Durch Querverbindungen an das örtliche Niederspannungsnetz werden Schritt für Schritt Straßenlaternen für die Ladefähigkeit ertüchtigt. Für die eingesetzte Technik kann der bestehende Lichtmast weiter genutzt werden. Dieses Vorgehen ist wesentlich einfacher als die Suche nach neuen Standorten für E-Tankstellen, die dann nicht nur eigene Zuführungskabel, sondern auch ein Betonfundament benötigen. „Das alles sind wichtige Schritte für neue Mobilitätslösungen, die die Verkehrswende und damit auch den Klimaschutz in der Region voranbringen. Und der ist uns mit dem Blick auf die künftigen Generationen wichtig“, erklärte Andreas Thiel-Böhm. Insgesamt plant die TWS in den kommenden Monaten 78 neue und öffentlich zugängliche Ladepunkte im Rahmen des Förderprogramms Ladeinfrastruktur des Bundesverkehrsministeriums in der Region aufzubauen.

 

TWS-Geschäftsführer Dr. Andreas Thiel-Böhm, Sozialminister Manfred Lucha, Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp.
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Technische Werke Schussental 

Wir sind ein ökologisch orientiertes und regional verwurzeltes Unternehmen, das sich seit 2001 um die Versorgung der Bürger in der Region mit Strom, Gas, Wasser und Wärme kümmert. Entstanden sind wir aus einer Fusion der Stadtwerke Ravensburg und Weingarten. Unser Herz schlägt grün – und deshalb bieten wir nur Produkte aus regenerativen und erneuerbaren Energiequellen an. So tragen wir zur Vermeidung von CO2 bei und tun aktiv etwas für den Klimaschutz. Wir sind überzeugt davon, dass wir das Richtige tun. Deshalb engagieren wir uns auch sozial und kulturell und stärken damit unser schönes Oberschwaben. Denn etwa 21 Cent von jedem Euro, den unser Kunden für Energie und Wasser ausgeben, bleiben in der Region. Mit neuen Geschäftsfeldern wie z.B. der Mobilität entwickeln wir uns stetig weiter und treiben dadurch die Energiewende voran. 

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