High-Tech sorgt für Sicherheit bei Gas

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(vom 08.12.2015)

TWS Netz prüft Ferngasleitung - Befahrung des letzten Leitungsabschnittes im Frühjahr

RAVENSBURG. Die Ferngasleitung zwischen Weingarten und Leiblach in Vorarlberg wird von der TWS Netz GmbH mit Mess- und Inspektionsgeräten genau unter die Lupe genommen. Jetzt hat der sogenannte „Mess-Molch“ erste Ergebnisse geliefert: „Die Prüfung der Ferngasleitung zwischen der Übergabestation Käferfresser in Weingarten und dem Leitungspunkt in der Ravensburger Schussenstraße ging zügig und ohne Probleme von statten und ist in Ordnung“, berichtet Michael Scheible, Abteilungsleiter der TWS Netz. Dabei handelt sich bei der Überprüfung um eine aufwändige Sache. Fast ein Jahr lang hatte die TWS Netz in detaillierte Absprachen und technische Vorbereitungen investiert, bis die empfindlichen Messgeräte zur Untersuchung der überregionalen Gashochdruckleitung eingesetzt werden konnten. „Es sind über 100 High-Tech-Sonden, die auf ein Stahlskelett montiert durch die Rohre geschickt werden. Daher kommt der Name „Molch“,  erklärt Michael Scheible.

Der nördliche Abschnitt ist nun geprüft, das Ergebnis einwandfrei. Die Untersuchung des südlichen Abschnittes, der bis Leiblach in Vorarlberg führt, erfolgt im nächsten Frühjahr. Denn auf der Gemarkung Lindau bilden die Rohre einen Engpass. Diese Stelle ist für den empfindlichen Mess-Molch zu eng, so dass er nicht passieren kann.

Schleuse bleibt zunächst

Für die TWS Netz ist Sicherheit das oberste Gebot. Denn die Ravensburger Netzspezialisten betreiben die Gashochdruckleitung seit 2013. Dieses Stück Infrastruktur hat der interkommunale Zweckverband Gasversorgung Oberschwaben (GVO) gebaut und damit der Region bis hin zum Bodensee den Zugang zum bundesweiten Ferngasnetz ermöglicht. Die aufwändige Prüfung mit hochspezialisierten Messgeräten dient der Beurteilung des baulichen Zustandes. Die dabei gewonnenen Informationen des Mess-Molches, der durch die Hochdruckrohre geschickt wird, helfen bei der Erstellung eines Unterhaltskonzeptes. Für die Untersuchung sind zwei Molche unterschiedlicher Größe notwendig, denn im Einzugsgebiet der TWS Netz gibt es zwei unterschiedliche Leitungsquerschnitte. Diese treffen direkt vor dem TWS-Verwaltungsgebäude, wo früher das Gaswerk stand, aufeinander. Aus diesem Grund errichtete die TWS Netz an dieser Stelle ein Schachtbauwerk für die Molchschleuse, das das Einsetzen und Entnehmen der Prüfgeräte aus beiden Leitungen erlaubt. Das spart Kosten und Zeit. Die eigentliche Messung führt ein spezialisiertes Unternehmen durch.

Um den Mess-Molch im Frühjahr wieder einsetzen zu können, bleibt die Schleuse in der Ravensburger Schussenstraße direkt vor dem TWS-Verwaltungsgebäude über den Winter erhalten.

 

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