Windstrom aus dem Siegerland für die TWS

0

(vom 29.06.2017)

TWS informierte Genussrechtsinhaber und gab Einblicke in Strategie – Arbeiten an weiterem Windpark laufen

RAVENSBURG. Der erste Schritt ist bereits getan: Im westfälischen Krombach sind die Zuwege für die Windparkbaustelle bereits geschaffen, die Vorbereitungen vor Ort sind in vollem Gange. Im Auftrag der Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) entstehen in den kommenden Monaten drei hochmoderne Windkraftanlagen. „Wir werden die Anlagen im Siegerland schlüsselfertig vom Projektentwickler übernehmen“, informierte Helmut Hertle, Technischer Geschäftsführer der TWS, gestern (27. Juni) die Genussrechtsinhaber der TWS bei der vierten Veranstaltung dieser Art. In den Windpark im Siegerland investiert das Ravensburger Unternehmen rund 15 Millionen Euro. Seit 2013 stärkt die TWS ihre Eigenkapitalausstattung über die Ausgabe von Genussrechten und macht dadurch Investitionen in der genannten Größenordnung erst möglich.

Starthilfe für Bürgerenergie-Genossenschaft

Der neue Windpark wird mit einer Generatorenleistung von insgesamt 7,2 Megawatt ausgestattet. Die Anlagen des Herstellers Nordex drehen sich auf einer Nabenhöhe von 200 Metern, sie entstehen bei Krombach im Landkreis Siegen-Wittgenstein. Planung und Genehmigungsverfahren hat der spezialisierte Projektentwickler Efi Wind seit 2013 vorbereitet. Organisatorisch ist der Windpark in zwei Projektgesellschaften unterteilt. Die kleinere, in der eine Windkraftanlage verankert ist, wird die TWS in Kürze weiter veräußern: „Es gibt großes Interesse einer lokalen Bürgerenergie-Genossenschaft, die in Windkraft investieren möchte“, erklärte Helmut Hertle. In diesem Falle geht die TWS in Vorleistung, auch durch die Finanzierung im Vorfeld. Das sei wichtig und richtig, denn die Energiewende gelinge erst, wenn sie in Bürgerhand sei. Diesen Grundgedanken verfolge die TWS auch mit der Ausgabe von Genussrechten: Aktuell wird ein Volumen von bis zu zehn Millionen Euro in der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten Auflage ausgegeben. Im Rahmen der ersten Genussrechtsbeteiligung im Jahr 2013 wurden schon einmal Genussrechte in Höhe von sechs Millionen Euro gezeichnet. Über 800 Personen, Unternehmen und Organisationen aus der Region sind derzeit über diese Art der Beteiligung mit der TWS eng verbunden. Das eingeflossene Kapital verwendet der Ravensburger Versorger für den Auf- und Ausbau der eigenen Stromerzeugungssparte. Das Ziel: 120 Millionen Kilowattstunden Ökostrom will die TWS bis 2022 selbst erzeugen. Mit einer installierten Leistung von 44 Megawatt speisten im vergangenen Jahr eigene Anlagen rund 60,8 Millionen Kilowattstunden Energie überwiegend aus Sonne und Wind in die Versorgungsnetze. Seit Februar 2017 erzeugen im bayerischen Schlüsselfeld zwei weitere Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 4,8 Megawatt Strom aus regenerativen Ressourcen. Wenn der Krombacher Windpark Ende dieses Jahres in Betrieb geht, kommt zusätzlich die Leistung zweier Generatoren in Höhe von rund 4,8 Megawatt hinzu. Helmut Hertle erwartet, dass die dritte Anlage bis dahin verkauft sein wird.

Genussrechte ermöglichen Teilhabe

Genehmigt hatte der Aufsichtsrat der TWS die Investition in Nordrhein-Westfalen bereits Ende März. Wichtiger Punkt in der Strategie des Unternehmens in Sachen Ausbau der regenerativen Erzeugungsanlagen ist die Streuung des Windkraftportfolios auf verschiedene Standorte und auf verschiedene Anlagentypen. Zusätzlich hat die TWS in den vergangenen Jahren in großflächige Solaranlagen investiert. Hier liegt der Schwerpunkt in der Region, was bei der Windkraft bislang nicht möglich ist. „Wir stellen uns bewusst breit auf. Denn Sonne und Wind ergänzen sich in der Stromerzeugung hervorragend“, so TWS-Geschäftsführer Dr. Andreas Thiel-Böhm. Für Interessenten, die sich gerne noch mit Genussrechten am Unternehmen und dessen Ausbauaktivitäten für die Ökostromerzeugung beteiligen möchten, gebe es noch Möglichkeiten aus der im April genehmigten zweiten Genussrechtsemission. Genussrechtsinhaber erhalten eine Verzinsung von zunächst zwei Prozent, ab 2021 steigt diese dann auf drei Prozent. Stromkunden des TWS-Konzerns bekommen zudem eine Bonusverzinsung von 0,2 Prozent pro Jahr. Zusätzlich erhalten alle Inhaber gezeichneter Genussrechte eine Gewinnbeteiligung an der Stromerzeugungssparte – nach derzeitigen Prognosen ab 2018. Eine Beteiligung ist mit Beträgen zwischen 1.000 Euro und 50.000 Euro möglich.

 

zurück

Störungsmeldung:
0751 804-2000
(täglich 0-24 Uhr)

Zentrale:
0751 804-0

Kundencenter:
0751 804-4990

Vertrieb Geschäftskunden:
0751 804-4170

Vertrieb Wärme & Kälte:
0751 804-2285

Kommunale Dienstleistungen:
0751 804-1130

Presse:
0751 804-4125