TWS: Leistungsspektrum wächst

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(vom 26.04.2017)

Energiewirtschaft wandelt sich – Dienstleistungen und Bürgerbeteiligung immer wichtiger – Umsatz und Gewinn 2016 gestiegen


RAVENSBURG. Die Dezentralisierung der Energieversorgung in Deutschland ist in vollem Gange. „Möglich machen dies lokale Stromerzeugung und die enorme Dynamik der Digitalisierung von Geschäftsprozessen. In diesen Themenfeldern engagieren wir uns maßgeblich“, berichtete Dr. Andreas Thiel-Böhm, Geschäftsführer der Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS), am Mittwoch (26. April) bei der Bilanzpressekonferenz. Dabei gewinnen Dienstleistungen sowohl für Kommunen als auch für Geschäfts- und Privatkunden an Bedeutung. Dennoch ist der Energievertrieb nach wie vor das wichtigste Standbein des Unternehmens: Mit 950 Millionen Kilowattstunden Gas (Vorjahr: 888 Millionen kWh) und 293 Millionen Kilowattstunden Ökostrom (Vorjahr: 198 Millionen kWh) setzte das Unternehmen neue Rekordmarken beim Absatz. Zudem zeichnete das Wirtschaftsmagazin Focus Money die TWS als „Bester Stromanbieter Region Friedrichshafen/Biberach“ aus.

Positive Geschäftsentwicklung – Eigenkapitalbasis stark

Im Geschäftsjahr 2016 steigerte die TWS im Konzern den Umsatz um rund 12 Prozent auf 134 Millionen Euro (Vorjahr: 120 Millionen Euro). Mit rund 3,5 Millionen Euro liegt der Jahresüberschuss über dem Vorjahr (2015: 3,2 Mio. Euro). Dazu trugen zum einen hervorragende Absatzzahlen des Energievertriebs sowie die positive Ertragsentwicklung der TWS Netz GmbH bei. Vom Jahresüberschuss gehen 2,1 Millionen Euro an die Anteilseigner der TWS, die Städte Ravensburg und Weingarten sowie die EnBW. Rund 1,4 Millionen Euro vom Wirtschaftsjahr kommen den eigenen Rücklagen zugute. Mit einer Eigenkapitalquote von 39 Prozent ist das Unternehmen beispielhaft finanziert, dazu trägt auch die Ausgabe von Genussrechten bei.

„Die Bürgerbeteiligung in dieser Form liegt uns sehr am Herzen. Sie ist ein Gradmesser der Demokratisierung der Energiebranche und wird von Privatleuten und auch von Firmen in unserem Umfeld hervorragend angenommen“, hielt Andreas Thiel-Böhm fest. Das neue Kapital dient schwerpunktmäßig dem Ausbau der eigenen Erzeugungsanlagen, in die das Unternehmen bundesweit investiert. Im März hatte die TWS die Genehmigung für die zweite Genussrechtsemission in Höhe von sechs Millionen Euro erhalten. Zudem haben sich in den letzten beiden Jahren institutionelle Anleger mit 12,2 Millionen Euro an der TWS Netz beteiligt. Das zeigt das große Vertrauen in den Geschäftsbereich Infrastruktur, der auch spezifische Dienstleistungen für Kommunen und Gewerbe umfasst.

Viermal „D“ als Leitfaden der Zukunft

Dekarbonisierung, Dezentralisierung, Digitalisierung und Demokratisierung sind Entwicklungen, die auch die TWS konsequent vorantreibt. Bereits 2008 hatte sich das Unternehmen gegen die Beteiligung an einem Kohlekraftwerk entschieden und stattdessen eine eigene Strategie für erneuerbare Energien entwickelt: Dezentral erzeugt das Ravensburger Unternehmen heute Ökostrom aus regenerativen Quellen. „Sowohl für die Eigennutzung aber auch für die Einspeisung ist die Entwicklung digitaler Systeme für Energie- und Datenmanagement besonders wichtig. Damit machen wir vor allem unser Stromnetz fit für die Zukunft“, hält Netz-Geschäftsführer Helmut Hertle mit Blick auf kommende Aufgaben fest. Auch für weitere Nahwärmenetze, die von hocheffizienten Blockheizkraftwerken gespeist werden, engagiert sich die TWS: 2017 werden gleich drei Areale an solch innovativen Versorgungslösungen angeschlossen.

 

Geschäftsführer halten Focus Money Auszeichnung

Gut aufgestellt ist die TWS für die Zukunft (v. l.): Die beiden Geschäftsführer Helmut Hertle und Dr. Andreas Thiel-Böhm berichteten bei der Bilanz-Pressekonferenz über einen erfolgreichen Jahresabschluss. In das laufende Geschäftsjahr startete die TWS mit dem Titel „Bester Stromanbieter Region Friedrichshafen/Biberach“, das Ranking hatte das Magazin Focus Money durchgeführt.

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