Neuer Hochbehälter ist am Netz

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(vom 28.03.2017)

TWS Netz hat Trinkwasserversorgung neu dimensioniert – Meilenstein für Weingarten

RAVENSBURG/WEINGARTEN.  Ein gutes Jahr lang war der Brunnenweg in Weingartens Halbhöhenlage Arbeitsplatz von Handwerkern und Experten für Behälterbau. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der TWS Netz GmbH haben sie dort den Hochbehälter namens „Bockstall“ nicht nur komplett erneuert, sondern auch neu dimensioniert.  „Das ist ein Meilenstein für Weingarten. Darauf haben wir lange hingearbeitet“, freute sich Bürgermeister Alexander Geiger am Montag (27. März) bei der offiziellen Inbetriebnahme vor Ort. Denn der Hochbehälter ist zentrales Element eines neuen Versorgungskonzeptes der Kommune. Hintergrund: Die Infrastruktur war in den 1950er Jahren auf deutlich höhere Wassermengen ausgelegt. In den Umbau der Versorgungseinrichtung und die beiden neuen Edelstahlbehälter hat die TWS Netz gut zwei Millionen Euro investiert. Aufträge vergibt das Unternehmen nach Möglichkeit an regionale Firmen, damit die Wertschöpfung in der Region bleibt.

„Wir haben für die Neukonzeption im Vorfeld verschiedene Optionen für die Trinkwasserversorgung Weingartens skizziert und mit der Stadtverwaltung diskutiert“, schilderte Geschäftsführer Helmut Hertle die Rolle der TWS Netz als Entwicklungspartner im Vorfeld. Mit der Entscheidung für den Umbau des Hochbehälters Bockstall waren etliche Neuerungen bei der Zuleitung des Trinkwassers aus den Quellen im östlichen Bereich Weingartens verbunden. Der Hochbehälter Schießstand wurde in diesem Zuge vom Netz genommen.

Behälter aus Edelstahl

Im Gebäude am Brunnenweg befinden sich jetzt zwei nagelneue Edelstahlbehälter, die die im Ravensburger Ortsteil Obereschach ansässige Hydro-Elektrik GmbH installiert hat. Rund acht Tonnen Material wurden für die beiden Wasserkammern verbaut; jede fasst nun 1.000 Kubikmeter Wasser, das entspricht etwa 4.500 Badewannenfüllungen. „Wir haben die Kapazitäten rund ein Drittel kleiner dimensioniert“, hielt Helmut Hertle den entscheidenden Punkt im Projekt fest. Das hat seinen Grund: Denn zum einen war die gesamte Infrastruktur ursprünglich auch zur Löschwasserversorgung des Munitionsdepots der inzwischen aufgelösten Kaserne ausgelegt. Zum anderen ist der Trinkwasserverbrauch in Deutschland zurückgegangen. Mit der Neudimensionierung wurden auch Teile des alten Hochbehälters im Brunnenweg zurückgebaut. Das neue Gebäude fügt sich nun mit einer Naturholzverkleidung harmonisch in die Umgebung ein.

Qualität ist höchstes Gebot

Im Verbund mit dem Hochbehälter Reutebühl stellt die neue Lösung am Brunnenweg nun den größten Teil der Trinkwassermenge für die Weingartner Bürger zur Verfügung. Gespeist wird er aus den beiden Quellgebieten Spinnenhirn und Brunnenstubenhölzle im Osten der Stadt, sowie aus dem Pumpwerk Forrenösch. Zusätzliche Filtrationsstufen ermöglichen in deren Einzugsbereich zudem eine weitere Qualitätssicherung des Trinkwassers auch bei Starkregen. Zudem arbeitet im Hochbehälter Bockstall eine UV-Desinfektionsanlage. „Trinkwasser ist das Lebensmittel Nummer 1. Entsprechend streng sind die Sicherungsmaßnahmen, die wir treffen“, erklärte Helmut Hertle.

Der Hochbehälter Bockstall in Weingarten wurde am Montag (27. März) offiziell von der TWS Netz GmbH in Betrieb genommen (von links): Bereichsleiter Michael Scheible, Geschäftsführer Helmut Hertle, Abteilungsleiter Herwig Kanal, Bürgermeister Alexander Geiger und Robert Balle, Wassermeister der TWS Netz.
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