Katastrophe von Fukushima als Antrieb der Energiewende

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(vom 09.03.2017)

TWS legt Bilanz der Stromerzeugung aus erneuerbaren Ressourcen vor

RAVENSBURG. Zunächst war sie international belächelt, dann skeptisch beäugt: Heute schaut die Welt staunend auf die Energiewende und was die Deutschen daraus machen. „Es ist viel passiert in den letzten Jahren. Inzwischen stammt ein Drittel des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen“, hält Helmut Hertle, Technischer Geschäftsführer der Technischen Werke Schussental (TWS) fest. Im Jahr 2000 waren es nur sechs Prozent. Einen wesentlichen Impuls gab die Atomkatastrophe von Fukushima am 11. März 2011, worauf die deutsche Bundesregierung ein umfangreiches Maßnahmenpaket in mehreren Stufen zum Umbau der Energieversorgung beschloss. In einem ersten Schritt wird die Stromerzeugung von nuklearen und fossilen Brennstoffen auf eine erneuerbare Basis umgestellt. Zum damaligen Zeitpunkt war die TWS bereits auf dem grünen Weg unterwegs. So bietet der Energieversorger seit dem Einstieg in den Stromvertrieb im Jahr 2008 ausschließlich Ökostrom an. Mit dem konsequenten Ausbau der regenerativen Stromerzeugung und einem umfangreichen Engagement für den Klimaschutz ist die TWS ein Vorreiter innerhalb der Energiewirtschaft. Das Ziel: 120 Millionen Kilowattstunden jährlich will das Versorgungsunternehmen bis 2022 selbst erzeugen und so den Stromverbrauch ihrer Haushaltskunden komplett aus eigener regenerativer Erzeugung abdecken. Mit einer installierten Leistung von 44 Megawatt speisten im vergangenen Jahr eigene Anlagen rund 61 Millionen Kilowattstunden Energie überwiegend aus Sonne und Wind in die Versorgungsnetze. Im Vergleich zum Rekordjahr 2015 ist das ein Rückgang um gut zehn Prozent – windschwache Perioden und viele Wolkentage hatten bundesweit zu einer schwächeren Ausbeute von Wind- und Sonnenstrom geführt.

Ausbau braucht Plan und Durchhaltevermögen

Trotz des schwachen Jahres sieht Helmut Hertle die Entwicklung der erneuerbaren Energien positiv. Wichtig sei es jedoch, mehrere Aspekte im Auge zu behalten: „Es geht nicht nur um installierte Leistung und erzeugte Strommengen. Auch technische Aspekte spielen in der mittel- und langfristigen Planung eine wichtige Rolle.“ Deshalb stellen die Experten des Unternehmens ihr eigenes Erzeugungsportfolio auch regelmäßig auf dem Prüfstand; ein Windpark wurde mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit deshalb Ende des vergangenen Jahres veräußert. Dagegen werden die beiden jüngst bei Bamberg in Betrieb genommenen Anlagen die Erzeugungsbilanz 2017 deutlich steigern. Dort hat die TWS rund 8,5 Millionen Euro investiert.
Um Bürgern die Möglichkeit zur Mitwirkung zu geben, hatte die TWS zudem 2013 die Option der Unternehmensbeteiligung in Form von Genussrechten geschaffen. „Das stiftet nicht nur Identität. Es unterstützt auch unsere Stromerzeugungssparte, mit deren Entwicklung wir durchaus zufrieden sind“, hält Helmut Hertle abschließend fest. Für solch komplexe Projekte, brauche es aber nicht nur Investitionen, sondern auch gute Argumente und Durchhaltevermögen. Hier sieht sich das Unternehmen nicht nur als Teil der Versorgungswirtschaft in Deutschland in der Pflicht – sondern auch als Ansprechpartner für seine Kunden und als Innovator für eine lebenswerte Region Oberschwaben.

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