Starthilfe für Elektromobilität

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(vom 18.08.2016)

Anreize durch die aktuellen Rahmenbedingungen und das TWS-Förderprogramm

Die Elektromobilität benötigt in Deutschland eine Starthilfe. Denn bisher kommt sie, im Gegensatz zu anderen Ländern, bei uns nur im Schneckentempo vorwärts. Eine Finanzspritze von bis zu 4.000 Euro gibt es seit Juli, wenn sich ein Käufer für ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug entscheidet. Und immerhin 3.000 Euro bekommt man für Hybridfahrzeuge. Elektroautos mit einem Netto-Listenpreis von über 60.000 Euro sind von der Förderung ausgenommen. Bringt das die Elektromobilität in Deutschland voran? „Es ist ein Anreiz, sich mit dem Thema Elektromobilität zu beschäftigen. Aber es bedarf noch weiterer Veränderungen, um die Rahmenbedingungen wirklich attraktiv zu machen“, meint Dr. Andreas Thiel-Böhm, Geschäftsführer der Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS). Das Unternehmen setzt sich seit Jahren für effiziente und umweltfreundliche Mobilität ein: Für innerstädtische Fahrten stehen den Mitarbeitenden E-Bikes zur Verfügung. Der TWS-Fuhrpark fährt mit Erdgas oder Ökostrom. „Der Fahrspaß ist da. Die mit Strom angetriebenen Autos beschleunigen äußerst flott. Das hat schon manchen verblüfft“, weiß der TWS-Geschäftsführer aus eigener Erfahrung.

Nachfrage zieht an

Viele Elektroautos fahren noch nicht auf deutschen Straßen. Immerhin hat die zuständige Stelle, das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), seit Einführung des Förderprogramms bereits gut 1.000 Anträge vorgelegt bekommen. Finanziert wird die Prämie jeweils zur Hälfte von Staat und Autoindustrie; insgesamt stellen sie 1,2 Milliarden Euro bereit. Parallel fördert der Bund mit zusätzlichen 300 Millionen Euro den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Wenn das Förderprogramm wie gewünscht zieht, werden bis zum Jahr 2020 maximal 500.000 Fahrzeuge mit Elektro- oder Hybridantrieb zugelassen sein, heute sind es um die 50.000. Doch Andreas Thiel-Böhm findet, es müsse noch mehr Anreize geben, die langfristig wirken: Deutlich preiswertere Fahrzeuge mit einer höheren Reichweite und gesetzliche Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel Steuerentlastungen, seien entscheidende Voraussetzungen für den Erfolg der Elektromobilität. Wichtig ist nach Meinung von Andreas Thiel-Böhm auch ein breit ausgebautes Ladenetz mit Schnell-Ladesäulen und einfachem Bezahlsystem, idealerweise ohne Vertragsbindung. Er findet es gut, dass die Bundesregierung jetzt in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investiert. Hier engagiert sich auch die TWS. Sie betreibt in Ravensburg und Weingarten insgesamt drei Ladesäulen, an denen Ökostrom geladen werden kann - dank einer Direktbezahlmöglichkeit auch ohne Vertragsbindung. Außerdem steuert sie Kunden, die ein Elektrofahrzeug kaufen, zusätzlich einen Bonus aus dem hauseigenen Förderprogramm bei.

Reichweiten passen für den Alltag

Immerhin gibt es derzeit auf dem deutschen Markt mehrere Dutzend Automodelle, die nach den Kriterien der Elektromobilität förderfähig sind. Größte Hürde stellen aber die Akkus dar, deren Reichweite mit 150 bis 200 Kilometern noch nicht überzeugen. „Rein statistisch fährt ein Auto 40 Kilometer am Tag, die Reichweite ist damit objektiv alltagstauglich. Aber das Umdenken beginnt erst“, meint der TWS-Geschäftsführer. Zudem scheinen auch die deutschen Automobilbauer sich endlich des Themas anzunehmen: Zulieferer Bosch hat angekündigt, die Batteriekapazität zu verdoppeln. Bei VW soll bis 2025 ein Viertel der Fahrzeugproduktion E-Autos sein.

Baustein der Energiewende

Andreas Thiel-Böhm ist überzeugt, dass flächendeckende Elektromobilität in der Region kommt. Zur Nutzung erneuerbarer Energien, die vor Ort erzeugt werden, brauche es intelligente Lösungen. Denn Elektroautos können Ökostrom in ihren Batterien speichern, wenn diese in Zeiten geringer Nachfrage reichlich vorhanden ist. Damit werden sie zum Baustein der Energiezukunft.

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