Ökostrom: Vom Dach direkt in die Mietwohnung

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(vom 18.05.2016)

TWS und Bauherrengemeinschaft unterzeichnen Vertrag für ein Pilotprojekt – Mieter profitieren von Direktstrom-Modell 

RAVENSBURG/WEINGARTEN. Kurze Wege wird künftig der Strom für Mieter eines Wohnhauses in der Weingartener Prestelstraße 1-3 haben. Denn auf dem Dach des Gebäudes installieren die Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) eine Photovoltaikanlage und bieten die erzeugte Energie direkt den Bewohnern an. Den Vertrag für das Mieterstrommodell haben jetzt TWS-Geschäftsführer Dr. Andreas Thiel-Böhm sowie Dr. Rudolf Ebel und Hans-Peter Hipp als Vertreter der Bauherrengemeinschaft, der neben drei privaten Bauherren, der Verein „Hilfe für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V.“ und die Stiftung „Herzens(t)räume“ angehören, unterschrieben. „Wir möchten künftig auch Mietern die Möglichkeit einer Stromversorgung der kurzen Wege ermöglichen. So können Verbraucher – egal ob Eigenheimbesitzer oder Mieter – vom günstigen Ökostrom profitieren“, hielt der TWS-Geschäftsführer fest. In den Neubau in der Prestelstraße ziehen überwiegend Menschen mit Behinderung ein, die in barrierefreien Appartements einen eigenen privaten Bereich bekommen. Sollten Hilfestellungen notwendig sein, können die neuen Bewohner auf die naheliegenden Einrichtungen der Stiftung KBZO zurückgreifen. „Der Bau ist ein wichtiger Beitrag zum selbstbestimmten Leben für Körper- und Mehrfachbehinderte außerhalb des Elternhauses oder von Einrichtungen“, erklärt Dr. Rudolf Ebel. Das Engagement der TWS lobte er auch noch aus einer anderen Warte: „Energie zu nutzen, die direkt im Wohnumfeld erzeugt wird, schafft Identität. Außerdem profitieren die späteren Mieter der Appartements von günstigen Bezugskosten.“

Energiewende wird greifbar

Die TWS investiert rund 40.000 Euro in eine innovative Stromversorgung des Gebäudes. Mit der Installation der Photovoltaikanlage hat die TWS die Firma Solarwerkstatt aus Tettnang beauftragt. Der Neubau in der Prestelstraße ist das zweite Pilotprojekt dieser Art des Versorgungsunternehmens, bei dem die TWS Erkenntnisse über die Bedürfnisse von Mietern bei einem Direktstrombezug gewinnen will: Der auf dem Dach erzeugte Sonnenstrom wird vorrangig den Hausbewohnern angeboten – eine Abnahmeverpflichtung für den vergünstigten Stromtarif besteht jedoch nicht. Zur ergänzenden Versorgung der Wohnungen mit Strom – zum Beispiel wenn die Sonne nicht ausreichend scheint – wählen die Mieter zusätzlich einen Stromlieferanten, der den Restbedarf abdeckt. Über ein solches Mieterstrommodell möchte die TWS künftig mehr Menschen den Zugang zu vor Ort erzeugtem Ökostrom ermöglichen – unabhängig davon, ob sie in der eigenen Immobilie wohnen oder in einem Mietobjekt.

Vollservice für den Bauherrn

Das Unternehmen bietet beim Mieterstrom einen Vollservice: Die TWS pachtet das Dach der Wohnanlage in diesem Fall von der Bauherrengemeinschaft, errichtet dort eine Photovoltaikanlage und kümmert sich um deren Betrieb, Wartung und die Abrechnung. „Das Haus ist ein wichtiger Schritt im Sinne der Inklusion. Für die Stromversorgung hat die TWS ein innovatives Konzept entwickelt und kümmert sich um dessen Umsetzung“, ist Hans-Peter Hipp zufrieden.

 

 

Vertragsunterzeichnung
Den Vertrag für die Kooperation unterzeichneten (v.l.n.r.) Hans-Peter Hipp, Vorsitzender der „Herzens(t)räume“-Stiftung, Dr. Rudolf Ebel, Vorsitzender des Vereins, Markus Zell, TWS-Wärmeservice, Ralf Nickel von der Firma Solarwerkstatt und TWS-Geschäftsführer Dr. Andreas Thiel-Böhm.
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