TWS meistert herausfordernde Zeiten

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(vom 22.04.2015)

Die TWS stellt sich mit eigener Stromerzeugung
und Energiedienstleistungen breiter auf. Helmut
Hertle (links) und Dr. Andreas Thiel-Böhm
erläuterten bei der diesjährigen
Bilanzpressekonferenz wie sich das
Unternehmen mit Angeboten
wie dem twsEnergiedach den veränderten
Rahmenbedingungen der Energiebranche stellt.

Bilanz 2014: 13 Millionen Euro für Energiezukunft - Strom boomt - warmer Winter drückt Gasabsatz - Unternehmen diversifiziert

RAVENSBURG. Energiewende, Wettbewerbsdruck und Erhalt der Versorgungssicherheit erfordern Investitionen in Millionenhöhe und mutige Entscheidungen: Das machte Dr. Andreas Thiel-Böhm, Geschäftsführer der Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS), am Mittwoch (22. April) bei der Bilanzpressekonferenz deutlich. „Die gesamte Energiebranche ist im Umbruch. Wir stellen uns als Unternehmen breiter auf und diversifizieren unsere Leistungen. Die Erfolge sind sichtbar“, berichtete er bei der Vorlage der Bilanz 2014. Die TWS wandelt sich immer mehr zum Dienstleister und Energiepartner. Durch den Einstieg in den Stromvertrieb 2008, den Ausbau von Wärmedienstleistungen sowie den Aufbau eines überregionalen Energievertriebs und einer Sparte für regenerativ erzeugten Strom ist das Unternehmen deutlich gewachsen: Die Bilanzsumme stieg seit 2009 um rund 82 Prozent auf 133 Millionen Euro im Berichtsjahr. Und das bei einer soliden Finanzierung: Die Eigenkapitalquote lag 2014 bei 30,7 Prozent.

Ökostrom: Absatz und Erzeugung steigen
Ein Rekordabsatz von 155,4 Millionen Kilowattstunden Strom kennzeichnete das Geschäftsjahr 2014 – damit steigerte die TWS im Konzern den Absatz um fast 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2013: 86,8 Mio. kWh). Inzwischen beziehen rund 13.600 Privathaushalte und Geschäftskunden Ökostrom des Unternehmens. Dabei setzt die TWS überregional auf die Dachmarke susiEnergie, die sich gut entwickelt. Der Absatz von Gas war wegen des milden Winters im Berichtsjahr rückläufig; er sank um rund 16 Prozent auf 771,8 Millionen Kilowattstunden.
Neben dem Energievertrieb entwickelt sich die eigene Stromerzeugung immer mehr zu einem wichtigen Standbein: 2014 erzeugte die TWS rund 64 Millionen Kilowattstunden Ökostrom, das entspricht einem Zuwachs von rund 55 Prozent zum Vorjahr. Mit einem Investitionsvolumen von 8,9 Millionen Euro baute die TWS ihre Erzeugungssparte – welche nun im sechsten Jahr besteht – auch im Berichtsjahr weiter aus. „Die eigene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, die wir bereits 2008 begonnen haben, ist unser größtes Zukunftsprojekt“, unterstrich Helmut Hertle, technischer Geschäftsführer der TWS. Möglich sei das nur, weil die Eigenkapitalbildung dafür früh angegangen wurde.

Gewinnverwendung und Eigenkapital
Die TWS hat 2014 im Konzern rund 106 Millionen Euro umgesetzt, das sind 6,1 Prozent mehr als 2013. „Wir haben uns früh den Aufgaben der sich wandelnden Märkte und der regulatorischen Rahmenbedingungen gestellt, so dass wir mit dem abgeschlossenen Geschäftsjahr zufrieden sein können. Das dürfte nicht bei allen Mitbewerbern der Fall sein“, merkte Andreas Thiel-Böhm an. Mit rund 3,8 Millionen Euro liegt der Jahresüberschuss unter dem Vorjahr (2013: 4,3 Mio. Euro). Davon gehen 2,3 Millionen Euro an die Anteilseigner der TWS: die Städte Ravensburg und Weingarten sowie die EnBW. Rund 1,5 Millionen Euro vom Jahresüberschuss kommen den Rücklagen des Unternehmens zugute. Bereits vor zwei Jahren hatten die drei großen Anteilseigner einer verstärkten Rücklagenbildung der TWS zugestimmt. So standen der TWS im Berichtsjahr rund 4,7 Millionen Euro zusätzliches Eigenkapital für Investitionsprojekte zur Verfügung. Davon sind ein Teil Rücklagen, rund 2,2 Millionen Euro stammen aus Unternehmensbeteiligungen, welche die TWS seit Herbst 2013 auch Privatpersonen und Firmen anbietet. Bis Ende 2014 haben 343 Bürger aus der Region Genussrechte und damit Anteile am Unternehmen TWS erworben.

Dienstleistungen immer wichtiger
Sicher, bezahlbar, umweltverträglich – mit diesen drei Attributen lässt sich das Handeln der TWS in allen Bereichen des Konzerns umschreiben. Dazu passen die Energiedienstleistungen, die das Unternehmen zunehmend anbietet: 2014 hat der TWS-Wärmeservice sieben Blockheizkraftwerke geplant und umgesetzt; insgesamt betreut die Abteilung derzeit 84 Heizungsanlagen für Kommunen, Gewerbe und Privathaushalte. Ganz neu ist das Angebot des twsEnergiedachs, das sich an private und gewerbliche Gebäudeeigentümer richtet: Sie stellen ihre Dachfläche zur Verfügung, die TWS installiert dort eine Photovoltaik-Anlage. Durch die Pacht der Anlage kommt der Eigentümer des Gebäudes zu einer günstigen Eigenversorgung mit Solarstrom.

Hohe Investitionen in Netze
Insgesamt investierte die Netzgesellschaft im Berichtsjahr rund 5,7 Millionen Euro in die Versorgungsnetze für Strom, Gas und Wasser. Für 2015/2016 stehen zudem rund zehn Millionen Euro für die Erweiterung und Umstrukturierung des örtlichen Stromnetzes zur Verfügung. Mit diesen Investitionen hält die TWS ihr Stromnetz fit für die Energiezukunft.

Zukunft fest im Blick
Die konkreten Entwicklungsziele für die kommenden Jahre hält die TWS in einem so genannten Zielkatalog fest – als Ergebnis einer Aufsichtsratsklausur und der anschließenden Abstimmung mit ihren Gesellschaftern. Nunmehr wurde der vierte Leitfaden dieser Art erstellt, der für die kommenden fünf Jahre gelten soll. Für das Gesamtunternehmen stehen die Weiterentwicklungen von Dienstleistungen auf der Agenda und der Ausbau der eigenen Stromerzeugung. „Wir wollen weiter in Anlagen investieren, die regenerative Ressourcen nutzen. Dabei haben wir Effizienz, Wirtschaftlichkeit und die Möglichkeiten der eigenen Finanzmittel fest im Blick“, hielten die TWS-Geschäftsführer abschließend fest.

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