TWS meistert Herausforderungen des Energiemarktes

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(vom 24.04.2014)

Die TWS erzeugt immer mehr Strom aus
erneuerbaren Energien.
Das berichteten Dr. Andreas Thiel-Böhm (rechts),
Geschäftsführer der TWS, und sein Kollege
Helmut Hertle (links),Technischer Geschäftsführer
der TWS, bei der diesjährigen Bilanzpresse-
konferenz. Mit gestärkter Eigenkapitalbasis
investiert das Unternehmen weiter - aktuell in eine
große Solaranlage bei Böblingen.

Energiedienstleister setzt auf solide Kapitalbasis und konsequente Ökoausrichtung

RAVENSBURG. Die Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) hat ihren Absatz an Energie ein weiteres Mal gesteigert: von 1.021 Gigawattstunden (GWh) in 2012 auf 1.034 GWh im Berichtsjahr 2013. Maßgeblich für diese Entwicklung ist der Ausbau der Marktposition bei Strom. „Wir bieten ausschließlich Ökostrom an und engagieren uns gleichzeitig für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Das wird honoriert“, erklärte TWS-Geschäftsführer Dr. Andreas Thiel-Böhm bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag (24. April). Als Voraussetzung für weitere Investitionen in Anlagen, die aus erneuerbaren Energien Strom erzeugen, hat die TWS Ende 2013 ihre Eigenkapitalbasis um 3 Millionen Euro aufgestockt. Das konsequente Engagement für den Klimaschutz und die Energiezukunft demonstriert auch das erweiterte Dienstleistungsportfolio für Kommunen und Betriebe.

29 Prozent mehr Stromkunden
Mit Strom belieferte die TWS am Jahresende 2013 rund 10.000 Kunden, das sind 29 Prozent mehr als im Vorjahr. Die verkaufte Strommenge stieg im Berichtsjahr um 47 Prozent auf 86,7 Millionen Kilowattstunden (2012: 59 Mio. KWh). Aus eigenen Anlagen erzeugte die TWS 41 Millionen Kilowattstunden Ökostrom. Die Zahl der Gaskunden blieb mit rund 18.000 stabil; diese bezogen von der TWS und ihrem Tochterunternehmen susiEnergie 924 Millionen Kilowattstunden Gas. Das sind durch den Wegfall weniger Großkunden sowie witterungsbedingt insgesamt 1,8 Prozent weniger als im Rekordjahr zuvor (2012: 940 Mio. KWh).

Eigenkapital gestärkt
Die TWS hat im Konzern 2013 insgesamt 100 Millionen Euro umgesetzt, das sind 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr (2012: 95 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss 2013 liegt mit 4,3 Millionen Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2012: 4,4 Mio. Euro). Davon werden rund 2,8 Millionen Euro an die Gesellschafter ausgeschüttet, knapp 1,6 Millionen Euro verbleiben als Rücklage im Unternehmen. Der Grund: Im Jahr 2013 haben die Städte Ravensburg und Weingarten sowie die EnBW als Anteilseigner beschlossen, die Rücklagen der TWS zu stärken. „Wir wollen die Eigenkapitalquote auf 40 Prozent erhöhen. Deshalb bieten wir Bürgern auch Unternehmensbeteiligungen an“, erläuterte Andreas Thiel-Böhm. Seit Oktober vergangenen Jahres haben 294 Personen von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und Anteile gezeichnet. Mit dem Kapital will die TWS die eigene Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen ausbauen. „Im April dieses Jahres haben wir eine Solaranlage mit einer Jahreserzeugungskapazität von 1,3 Millionen Kilowattstunden übernommen“, berichtete Helmut Hertle, Technischer Geschäftsführer der TWS. Leider hat die angekündigte und dringend erforderliche Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) zeitlich jedoch einige Projekte verzögert.

Wärme gewinnt
Ein Geschäftsfeld, das bei der TWS an Bedeutung gewinnt, ist der Wärmeservice: Mit 23 Millionen Kilowattstunden lieferte das Unternehmen im Berichtsjahr rund 7,9 Prozent mehr Wärme als im Jahr davor. Die TWS-Experten bieten Beratungs- und Entwicklungsleistungen an, die effiziente Heizungslösungen für Kommunen und Unternehmen ermöglichen. Beispiel dafür ist die Wärme- und Klimatechnik im neuen Kunstmuseum der Stadt Ravensburg. Das von der TWS geplante und realisierte Konzept fand über die Region hinaus Beachtung. Eine immer größere Rolle spielen Nahwärmenetze; rund um die Ravensburger Eissporthalle entsteht derzeit eine weitere Nahwärmeversorgung.

Umfangreiche Investitionen in Infrastruktur
Im Jahr 2013 investierte die TWS Netz insgesamt 4,4 Mio. Euro in die Erweiterung und  Erneuerung der Gas-, Wasser- und Stromnetze. Den Schwerpunkt bildete dabei das Gasnetz, das um insgesamt 11 km erweitert wurde. Außerdem wurden 299 neue Hausanschlüsse errichtet, ein Beleg dafür, dass Kunden wieder verstärkt auf Erdgas im Wärmemarkt setzen.

Energiezukunft ganzheitlich denken
„Die TWS wird den eingeschlagenen Weg in diesem Jahr fortsetzen, die Weichen dafür sind gestellt“, kündigte Andreas Thiel-Böhm an. Sein Wunsch für die Zukunft: weniger Eingriffe durch Politik und öffentliche Hand, ein ganzheitliches Konzept für die Energiewende und langfristig verlässliche Rahmenbedingungen, die Unternehmen den Spielraum für die Entwicklung eines eigenen Profils geben.

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